Brauch
Für eure deutschen Gäste zum Weiterschicken: was man anzieht, was man schenkt und warum niemand sitzen bleibt.
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Ihr seid zu einer türkischen Hochzeit eingeladen und wisst nicht genau, was euch erwartet? Kurz gesagt: viele Menschen, viel Musik, viel Essen – und eine Tanzfläche, die euch nicht in Ruhe lässt. Damit ihr entspannt hingeht, hier das Wichtigste.
Groß. 300 bis 500 Gäste sind keine Seltenheit, manchmal mehr. Dafür gibt es eigene Hochzeitssäle. Ihr werdet nicht alle kennen – und das ist auch nicht nötig.
Festlich. Für Frauen ein Abendkleid oder elegantes Outfit, für Männer Anzug, gern auch ohne Krawatte. Weiß bleibt der Braut vorbehalten. Bequeme Schuhe sind kein Fehler, denn ihr werdet tanzen.
Höhepunkt des Abends ist die Takı. Gäste stecken dem Brautpaar Gold oder Geld an. Typisch sind kleine Goldmünzen, sogenannte Çeyrek, oder Geldscheine. Ihr könnt euch einfach in die Schlange stellen, dem Paar gratulieren und euer Geschenk anstecken oder überreichen. Ein Umschlag ist genauso willkommen. Wie viel? So viel, wie es sich für euch und eure Nähe zum Paar richtig anfühlt.
Oft nicht. Viele türkische Hochzeiten sind alkoholfrei, dafür gibt es Softdrinks, Tee und Wasser. Bei manchen Feiern gibt es Alkohol – das entscheidet das Paar. Fragt im Zweifel vorher nach, aber stellt euch auf einen alkoholfreien Abend ein.
Die Uhrzeit auf der Einladung ist eher ein Richtwert. Das Brautpaar zieht oft erst später ein, und dann geht es bis spät in die Nacht. Kinder sind meistens dabei und willkommen.
Halay ist der Reihentanz, bei dem sich alle an den kleinen Fingern oder Händen halten. Der Vortänzer schwingt ein Tuch, die Reihe folgt. Die Schritte lernt ihr in zwei Minuten, die Ausdauer dauert länger. Wenn euch jemand in die Reihe zieht: einfach mitmachen.
Schreibt mit – im Takı Defteri
Gold und Geldgeschenke nach der Feier eintragen und Jahre später nachschlagen. Kostenlos.
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